Gewerbegebiet – Stellungnahmen

http://aschau-a-inn.de/cms/wp-content/uploads/2015/10/Wappen-Gemeinde-Aschau-silber-mit-Schatten-1024x540.jpgGewerbegebiet – Stellungnahmen

Das Landratsamt Mühldorf hat bei ihren Fachstellen die Stellungnahmen zu alternativen Standorten für das Gewerbegebiet abgefragt. Folgende Fachstellen wurden befragt:

• Immissionsschutz • Kreistiefbauverwaltung • Ortsplanung • Lärmschutz • Naturschutz und Landschaftspflege • Bauamt • Bodenschutzrecht • Wasserwirtschaftsamt • Verkehrswesen

Da die Stellungnahmen sehr Umfangreich sind werden sie auf der Homepage zur Einsichtnahme bereit gestellt. Ebenso kann das Dokument im Rathaus eingesehen werden und wurde auch den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten zur Verfügung gestellt.
Der unten stehende Plan zeigt die verschiedenen Alternativen 1-5 zum derzeit geplanten Standort (türkis). Bei den Standorten 1- 4 sind die Eigentümer grundsätzlich nicht bereit Grundbesitz zu veräußern. Beim Standort 1 liegt eine Belastung des Erdbodens durch Stoffe vor, welche eine Bebauung ausschließen. Der Standort 5 hat keine geeignete Verkehrsanbindung, da eine Zufahrt nur über die MÜ25 schwer umzusetzen ist. Außerdem ist dieser Standort ortsgestalterisch nicht geeignet. Standort 3-4 liegen innerhalb der Schutzzonen der in Aschau Werk ansässigen Firmen. Ein alternativer Standort ist aus Sicht der Gemeinde Aschau a. Inn sowie des Landratsamtes Mühldorf a. Inn nur unter erschwerten Bedingungen umsetzbar, da die Besitzverhältnisse und andere Faktoren die Alternativstandorte ausschließt.

GE Thann – Kartenausschnitt

Stellungnahme LRA Mühldorf zu Alternativstandorten

 

Liebe Aschauer Bürgerinnen, liebe Aschauer Bürger,Salzeder

Wohlstand und wirtschaftliche Stärke einer Gemeinde ist kein Zufall!
Die Gemeinde Aschau a. Inn ist seit Jahren Vorreiter, wenn es um die Verbindung zwischen Wohnen und Arbeiten geht. Eine gute Nahversorgung, die starke Bindung zu Vereinen und ein gesundes Ortsleben ist genauso wichtig, wie ein sicherer Arbeitsplatz bei einem starken Arbeitgeber in der Region.

Stetig wird daran gearbeitet, das gute Verhältnis zwischen der Gemeinde Aschau a. Inn und den Firmen im Gemeindegebiet aufrecht zu erhalten. Die Gemeinde Aschau a. Inn investiert regelmäßig in den Fortbestand der strukturellen Gegebenheiten in und um Aschau Werk und die weiteren Gewerbestandorte in Aschau a. Inn.

Das bestehende Werksgebiet ist baurechtlich als Industriegebiet gekennzeichnet. Diese Einstufung hat zur Folge, dass dort keinerlei Wohnnutzung erfolgen darf und somit die ansässigen Firmen weniger strenge Vorschriften im Hinblick auf den Lärm- und Immissionsschutz einzuhalten haben. Grundstücke in Aschau Werk sollen demnach vorrangig für Industriebetriebe verwendet werden.

Immer wieder werden Firmen im Rathaus der Gemeinde Aschau a. Inn vorstellig und bekunden Ihren Wunsch, sich in Aschau a. Inn niederzulassen. Meist ist aber die Art der gewerblichen Tätigkeiten für ein Industriegebiet ungeeignet. Eine Ansiedlung ist somit nicht möglich, da keine Flächen für derartige Firmen zur Verfügung stehen. Im jetzigen Industriegebiet sind noch etwa 50.000 m2 unbeplante Waldfläche im Eigentum der Gemeinde Aschau a. Inn, welche für die Ansiedlung eines größeren Industriebetriebes bis auf Weiteres zurückgehalten werden.

Im vergangenen Jahr 2019 hat sich für die Gemeinde Aschau a. Inn die einmalige Gelegenheit ergeben, ein Grundstück im Ortsteil Thann zu erwerben, welches für ein Gewerbegebiet die optimalen Voraussetzungen mit sich bringt. Demnach hat der Gemeinderat der Gemeinde Aschau a. Inn beschlossen, am genannten Standort den Flächennutzungsplan zu ändern und anschließend einen Bebauungsplan zur Schaffung von Baurecht für Gewerbebetriebe aufzustellen. Es wäre somit wieder möglich, Grundstücke eventuell auch mit Wohnnutzung für die Gewerbetreibenden, zu vergeben.

Ebenso soll einer bereits in Thann bestehenden Firma die Möglichkeit zur Erweiterung des Betriebes ermöglicht werden. Hierdurch werden weitere Arbeitsplätze geschaffen und das im landwirtschaftlichen Bereich tätige Unternehmen kann sein Angebot um die derzeit stark gefragten Bio-Produkte ergänzen.

Teile der Aschauer Bevölkerung haben nun ihre Bedenken im Hinblick auf die Planungen in Thann geäußert. Ebenso wurde eine Bürgerinitiative gegründet, welche die Durchführung eines Bürgerentscheides über die besagte Thematik anstrebt. Dennoch bitte ich Sie auf diesem Weg, Ihr Vertrauen den 16 gewählten Gemeinderätinnen und Gemeinderäten zu schenken und diese in Ihrer Entscheidung zu unterstützen.

Bereits in der Vergangenheit hatten die Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde Aschau a. Inn Bedenken betreffend größerer Maßnahmen im Gemeindegebiet. Beispielsweise wurden 13 ha Fläche für die Ansiedlung von Aschauerinnen und Aschauern am Wirtsberg/Bräuberg beplant und anschließend bebauut. Aus einer Fläche von 6 ha wurde das Berufsbildungswerk Waldwinkel erstellt und auf weiteren 6 ha das Gebiet „Am Steinbach“. Mit all diesen Entscheidungen der Vergangenheit ist man nun höchst zufrieden und die genannten Großprojekte bilden teils die Grundsteine unseres heutigen, wirtschaftlich starken Aschaus.

Als Zielsetzung für das neu entstehende Gewerbegebiet wurde bereits früh festgelegt, dass man das Grundstück mit verschiedensten Maßnahmen ökologisch aufwerten möchte. Durch große Grünflächen mit Sträuchern und sonstiger Bepflanzung könnte eine solche Aufwertung erfolgen. Durch die beiden Radwege, welche nördlich von Thann und entlang der Staatsstraße 2352 entstehen würden, könnten Bürgerinnen und Bürger sowohl das Gewerbegebiet als auch die Stadt Waldkraiburg mit dem Rad ohne Probleme erreichen.

Der Gemeinderat wird bei der Auswahl der Firmen, welche sich dort ansiedeln sollen, genauestens auf den Mehrwert für die Gemeinde achten. Man möchte Gewerbebetriebe nach Aschau holen, welche Arbeitsplätze für unsere Gemeindebürger schaffen und sich in unsere Gemeinde einfügen. Die derzeit in Thann ansässige Firma aus dem Bereich der Elektrotechnik ist bestens ins Gemeindeleben integriert und bot in den letzten Jahren über 100 Auszubildenden eine Möglichkeit, ihren Beruf in Aschau a. Inn zu erlernen. Ein Gebiet mit derartigen Firmen wäre ein großer Mehrwert für die ganze Gemeinde.

Gerne können Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen und Bedenken jederzeit im Rathaus im Rahmen einer Bürgersprechstunde äußern. Über Ihre Anmerkungen sind wir dankbar und werden diese selbstverständlich bei den Planungen mit einfließen lassen.

Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern ein erfolgreiches Jahr 2020 und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Alois Salzeder, 1. Bürgermeister